Top Platzierung für Dominique Mathys an der YAMAHA WM in Japan


7. YAMAHA World Technician Grand Prix 2016

Dominique Mathys ist einer der acht Besten Yamaha-Mechaniker der Welt! Der Europameister von Mathys Motos in Füllinsdorf BL zeigte beim Weltfinale in Japan eine starke Leistung – auch wenn es mangels Glück nicht für den erhofften Podestplatz reichte.

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Dominique Mathys aus Füllinsdorf ist der beste Yamaha-Mechaniker der Schweiz, gewann Mitte September die Europa-Ausscheidung, qualifizierte sich als erster Schweizer seit 14 Jahren für das Weltfinale. Und nun darf er sich als einer der besten acht von mehr als 32000 Yamaha-Mechanikern der Welt feiern lassen.

Der Spitzenmechaniker zeigte beim 7. YAMAHA World Technician Grand Prix in Iwata, Japan, eine starke Leistung. Dass es am Ende nicht für den erhofften Podestplatz reichte, lag nicht am Können des 28-jährigen. Es fehlte einfach das nötige Quäntchen Glück. Dieses verliess ihn ausgerechnet in seiner Paradedisziplin, dem Troubleshooting.

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Eine knappe Entscheidung
Mit der für ihn typischen Sorgfalt startete Dominique in den Wettbewerb, in dem die 21 besten von mehr als 32000 Yamaha-Mechanikern aus aller Welt in zwei Kategorien um die WM-Krone kämpften. In der Kategorie «Sport» trat er gegen die Sieger aus Australien, Kanada, Russland, Japan, Deutschland sowie den USA und den Niederlanden an.

Wie beim European Technician Grand Prix, den Dominique Mathys gewonnen hatte, mussten diverse praktische Aufgaben gelöst werden – unter den Augen der Kampfrichter und gegen die Uhr. Es galt, Kolben, Zylinder und Ventile eines Motors exakt auszumessen, einen Reifen ohne Montiermaschine zu wechseln und die Signal- und Anlasser-Anlage einer Maschine zu verdrahten. Überdies musste, einzig anhand des Hinweises «Motor läuft nicht richtig» ein Fehler aufgespürt, behoben und das Motorrad danach an einen «Kunden» ausgehändigt werden.

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Bis zu dieser letzten Aufgabe lag Dominique Mathys perfekt im Rennen. Er arbeitete wie schon in Amsterdam akribisch, löste alle Aufgaben korrekt. Einzig bei der Aufgabe «Verdrahtung» überschritt er minimal die erlaubte Zeit. Doch auch die Mitbewerber blieben nicht fehlerfrei – und so lag das Feld dicht beisammen.

Entsprechend stieg der Druck kontinuierlich – bis zu letzten Aufgabe. Dominique Mathys: «Ich stellte fest, dass der erste Zylinder kalt war. Das hiess: Fehler an der Einspritzung oder an der Zündung. Ich prüfte mit dem Diagnosetool den Zündfunken – und fand keinen. Also konzentrierte ich mich auf die Zündung. Als ich merkte, dass ich auf dem Holzweg bin, dass die Einspritzung defekt ist, war die Zeit zu knapp, um diese vollständig zu reparieren.» Weshalb das Diagnosetool ihn auf die falsche Fährte führte, konnte auch Trainer Daniel Matter, Spezialist für technische Dienste und Schulung bei YAMAHA-Importeur hostettler ag in Sursee, nicht nachvollziehen.

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So schrammte Dominique Mathys haarscharf am Podest vorbei. Dieses teilten sich Ryohei Samejima, Japan, Luke Andrew Pakkale, Kanada, und der Niederländer Remco van Wijk. Letzterer war bei der Europameisterschaft Dritter geworden – hinter Michael Häns und Sieger Dominique Mathys. Dass er beim Weltfinale nun beide hinter sich lassen konnte, zeigt, wie eng die Entscheidung sowohl damals als auch jetzt war.

Dominique Mathys ist mit dem Erreichten dennoch hoch zufrieden. «Ich reiste mit dem Ziel an, erneut mein Bestes zu geben», erzählte er nach der Rangverkündung. «Das habe ich getan. Ich bin einer der besten acht von weltweit mehr als 32‘000 hervorragend ausgebildeten Mechanikern. Und letztlich bin ich an der Stoppuhr gescheitert. Den Fehler hatte ich ja gefunden. Zuhause in der Werkstatt hätte ich die paar Minuten mehr jederzeit gehabt.»

Resultate YAMAHA World Technician Grand Prix 2016

Rang 1 Ryohei Samejima, Japan
Rang 2 Luke Andrew Pakkale, Kanada
Rang 3 Remco van Wijk, Niederlande

Dominique Mathys, Mathys Motos, Füllinsdorf BL, Schweiz
Michael Häns, Deutschland
Roland George Orr, Australien
Steven Keith Maltba, USA
Sergej Zavialov, Russland

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